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In der zweiten Säule geht es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer um sehr viel Geld. Die neuesten Finanzmarktturbulenzen und sinkende Umwandlungssätze machen die zweite Säule wieder zum Diskussionsthema. Zudem besteht bei den Risiko- und Verwaltungskosten noch immer nicht die gewünschte Transparenz. Gründe genug, den Pensionskassenmarkt der Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen näher unter die Lupe zu nehmen.

Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen die wichtigste Vorsorgeform.
Rund 1.9 Mio. Arbeitnehmer in der Schweiz sind bei Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen versichert. Mit einem Versichertenanteil von 53% sind Sammel- und Vorsorgeeinrichtungen die wichtigste Vorsorgeform. Der vorliegende Pensionskassenvergleich gibt einen guten Überblick zum frei zugänglichen beruflichen Vorsorgemarkt. Am Vergleich haben 27 Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen mit 133’000 angeschlossenen Betrieben, 1'050’000 Versicherten und weit mehr als 60 Milliarden Franken verwalteten Vorsorgegeldern teilgenommen.

2. Säule bleibt ein Diskussionsthema
Der Börsencrash der Jahre 2000-2002 hatte viele Pensionskassen in eine Unterdeckung gezogen. In den folgenden Jahren hat sich die Börse erholt und gleichzeitig sind auch die Negativschlagzeilen über Pensionskassen weniger geworden. Wegen der Subprimekrise wurden Anlagerenditen und Deckungsgrad der Pensionskassen wieder zum Thema, nicht zuletzt wegen den stark gesunkenen Aktienkurse. Auch über eine Senkung des BVG-Mindestzinssatzes wird wieder intensiv diskutiert. Eine nochmalige Senkung des Umwandlungssatzes von 6.8% auf 6.4% für das BVG-Obligatorium ist in naher Zukunft so gut wie sicher. Schwache Verzinsung und ein tieferer Umwandlungssatz führt zu tieferen Renten. Für Gesprächsstoff rund um die zweite Säule ist gesorgt.

2. Säule soll Transparenz schaffen
Die vielfach versprochene Transparenz im Pensionskassenmarkt lässt teilweise immer noch zu wünschen übrig. So lassen sich die Pensionskassen bezüglich Kosten noch immer nicht gerne in die Karten schauen. Trotz einheitlich Rechnungslegungsvorschriften können die Pensionskassen ihre Kosten noch immer nicht in die vorgeschriebenen Teilbereiche Verwaltungskosten, Vermögensverwaltungskosten und Vertriebskosten aufteilen. Auch bei den in Aussicht gestellten Überschüsse, welche mit der Legalquote mindestens 90 Prozent betragen müssen, liegt vieles noch im Argen.

Auch bei vordergründig gleichen Berechnungsgrundlagen (Tarif und technischer Zinssatz) bestehen bei den Risikokosten nach wie vor grosse Unterschiede. Individuelle Tariffestsetzungen sowie Branchen- und Erfahrungstarife machen einen Kostenvergleich vielfach schwierig. Zudem ist vielfach unklar, welche Kosten in den Verwaltungskosten inklusive sind und welche Kosten zusätzlich in Rechnung gestellt werden.

Die Weibel Hess & Partner AG – ein unabhängiger Finanzdienstleister mit Sitz in Stans – führte im Mai 2008 unter den führenden BVG-Sammel- und Gemeinschaftsstiftungen den dritten umfassenden Pensionskassenvergleich durch. Das Fazit aus der umfassenden Studie:

Fazit: Der Wettbewerb unter den Pensionskassenanbietern spielt voll und ganz. Ein guter Zeitpunkt für jedes KMU, die bestehende Pensionskassenlösung zu überprüfen.