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Im Rahmen des Pensionskassenvergleichs der SonntagsZeitung hat ein Treuhandbüro bei den Pensionskassen eine Offerte für einen fiktiven Kunden einverlangt (siehe » Offertvergleich). Diese Offerten wurden durch das Beratungsunternehmen Weibel Hess & Partner AG analysiert. Insgesamt wurde die Analyse auf drei Bereiche fokussiert.

In einer ersten Phase wurde beobachtet, ob die Pensionskassen ihre Offerten pünktlich zustellen. Nicht nur die Pünktlichkeit sondern auch fehlerfreie Ausgestaltungen der Offerte wurden gewürdigt. Diese erste Phase wurde von den meisten Pensionskassen mit Bravour gemeistert. Dass sich die Pensionskassen um Kunden reissen, zeigte sich in dieser Anfrage sehr deutlich. So haben einige Kassen telefonisch nachgefasst und versuchten intensiv, den Kunden für sich zu gewinnen.

In einer zweiten Phase wurden die Transparenz der Jahresprämien und die Verständlichkeit der eingereichten Offerten bewertet. Wenn die Jahresprämie in Sparbeiträge, Risiko-, Verwaltungs- und Zusatzkosten unterteilt war, wurde diese Transparenz positiv bewertet. Diesbezüglich gibt es einige Stiftungen, die auf Anhieb die Kosten sehr detailliert ausweisen, andere weisen lediglich die Sparbeiträge separat aus.

Weiter wurde der Inhalt der Offertdossiers bewertet. Um die Gesamtpunktzahl zu erreichen, wurden folgende Unterlagen verlangt:

Überraschend war für die Jury, wie unterschiedlich die einzelnen Dossiers erstellt worden sind. Nur ganz wenige Stiftungen haben sämtliche Unterlagen eingereicht. Positiv ist die Stiftung Abendrot aufgefallen. Es ist ihr gelungen, sich mit einem professionell zusammengestellten Offertdossier von den anderen Anbietern abzuheben. Einen sehr guten Auftritt hatten auch Swiss Life, Basler und Vita. Sie haben sowohl mit Kostentransparenz wie auch mit informativen Dokumenten zur Stiftung gepunktet. Die vorbereiteten Vertragsunterlagen waren zudem unterschriftsbereit ausgefertigt. So erkennt der Kunde bereits von Beginn an, welche Verträge er für einen Anschluss an die Stiftung unterzeichnen muss. Damit haben diese Sammelstiftungen hinter der Stiftung Abendrot fast die Maximalpunktzahl erreicht.

Der Grossteil der Sammelstiftungen bewegt sich im engen Mittelfeld. Viele haben detaillierte Kosten- und Leistungsaufstellungen eingereicht. Einzelne Kassen haben sogar für jede Person provisorische Vorsorgeausweise mitgeschickt. Kurzpräsentationen der eigenen Stiftung mit aktuellen Informationen waren jedoch bei den meisten Offertdossiers Mangelware. Dabei ist doch gerade der erste Eindruck sehr entscheidend.

Die Besten bei der Servicequalität

Stiftung Total (max. 100 Punkte)
Stiftung Abendrot 97
Swiss Life 95
Basler 90
Vita Sammelstiftung 90